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Glücklich zurück im Berufsleben


Von Peter Keller

JOBSUCHE Kreisagentur für Beschäftigung macht Bickenbacher fit für den Job

BICKENBACH - Arbeitssuchende vor Ort zu unterstützen und sie in ortsansässigen Unternehmen in Beschäftigung zu bringen, war das Ziel des regionalen Arbeitsmarktprojekts „Ich lebe und arbeite in Bickenbach“. Dabei konnten rund 60 Prozent der Teilnehmer in Arbeit vermittelt werden.

Wer arbeitslos wird, fällt nach einer gewissen Zeit leicht in Lethargie. Aus dieser wieder rauszukommen, ist alleine nicht immer leicht. Von durchweg positiven Erlebnissen berichteten die Teilnehmer des Regionalprojekt „Ich lebe und arbeite ...“ der Kreisagentur für Beschäftigung beim Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Elf von ihnen nahmen rund ein halbes Jahr lang an wöchentlichen Workshops unter Leitung von Barbara Banse in Bickenbach teil. „Ziel war es, Arbeitssuchende wieder in ihre Stärken und das Wissen um ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen zu bringen“, erläutert die Projektleiterin vom Kommunalen Jobcenter. Gruppendynamische Prozesse seien hierbei gefragt.

Das Selbstwertgefühl kehrt zurück

„Es war ein tolles Gefühl, wieder hinter dem Ofen hervorzukommen“, sagte eine Teilnehmerin beim Abschlussgespräch in den Räumen der WGD Datentechnik AG im Bickenbacher Gewerbegebiet. Das Selbstwertgefühl sei nach Monaten der Passivität zurückgekehrt, erläuterte die gelernte Hauswirtschaftslerin. Jetzt habe sie wieder Anschluss gefunden und sei bereit zur Rückkehr ins Arbeitsleben. Allerdings am Liebsten im Bereich der Kinderbetreuung. Groß war ihre Freude, als Barbara Banse ihr mitteilte, dass es ein Angebot zur Mitarbeit im Bickenbacher Kindergarten gebe.

Begeistert zeigte sich auch eine andere Teilnehmerin. „Es haben sich sogar Freundschaften gebildet“, erläuterte sie und strahlte ihre Nachbarin am Tisch an. Was zeigt, dass mit dem Verlust der Arbeit oft auch die sozialen Kontakte verloren gehen.

Mehr Erfolg durch Gruppendynamik

„Unter dem Motto ,Gemeinsam sind wir stark‘ entstand durch die Gruppendynamik ein Wir-Gefühl, das letztlich zum Erfolg führte“, berichtet die Projektleiterin. Nach ihrer Erfahrung bleibe auch nach einem Jahr die Zahl der in Arbeit vermittelten Projektteilnehmer hoch. Sie seien weiterhin in ihrer ersten Arbeitsstelle tätig, hätten den ersten Job als Sprungbrett in ihren Traumberuf genutzt oder ihre Arbeitszeit erweitert.

Das Projekt „Ich arbeite und lebe...“ gibt es seit acht Jahren. Dabei werden motivierte und qualifizierte Arbeitssuchende sowie Unternehmer auf der Suche nach qualifiziertem Personal vor Ort unterstützt, um in ihrem Wohnort oder Firmensitz zusammen zu kommen. In enger Zusammenarbeit mit der Kommune, dem Gewerbeverein, den Unternehmen und der Kreisagentur für Beschäftigung (KfB) werden Kontakte und Beziehungen aktiviert und genutzt, um offene Arbeitsstellen zu besetzen.

 Quelle: echo-online.de